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      • 6 - Deutsche Rentenversicherung Westfalen

        Vollansicht Inventory

        Name: 6 - Deutsche Rentenversicherung Westfalen
        Laufzeit: 1889-2017
        Beschreibung: 6 - Deutsche Rentenversicherung Westfalen

        Umfang: 4119 Verzeichnungseinheiten

        Laufzeit: 1889-2019

        Geschichte des Registraturbildners:
        Die 1891 errichtete „Invaliditäts- und Alterversicherungsanstalt Westfalen mit Sitz in Münster (ab 1900: „Landesversicherungsanstalt Westfalen) war Trägerin der gesetzlichen Rentenversicherung für Arbeiter in der Provinz Westfalen. Innerhalb weniger Monate wurde in Münster eine Versicherungsanstalt für mehrere Hunderttausend Versicherte und Rentner errichtet. Seit dem Jahr 1891 bis zum Jahr 1973 war die Hauptverwaltung der LVA Westfalen im ständig erweiterten Bispinghof in Münster untergebracht.
        Die Landesversicherungsanstalt wurde von Vertretern der Arbeitgeber und Versicherten selbstverwaltet. Die Leistungen waren zu Beginn noch gering und deckten das Existenzminimum nicht ab. Erst ab 1911 wurde die Hinterbliebenenrente für Witwen und Waisen eingeführt und 1916 die Grenze für die Altersrente von 70 auf 65 Jahre herabgesetzt. Die Landesversicherungsanstalt war nicht nur für die Zahlung der Renten, sondern auch für die Führung der Beitragskonten und die Überwachung der Beitragszahlungen zuständig. Um dauernde Invalidität zu vermeiden, begannen die Landesversicherungsanstalten bald, für ihre Versicherten Heilverfahren anzubieten und Heilstätten zu errichten. Ein weiteres Gebiet, auf dem sich die LVA Westfalen betätigte, war die Bekämpfung der Wohnungsnot und die Förderung des Wohnungsbaus. Im Lauf der nächsten Jahrzehnte erfasste die Rentenversicherung immer weitere Bevölkerungskreise. In der NS-Zeit wurde die Selbstverwaltung abgeschafft; die Renten verblieben auf einem niedrigen Niveau. Erst im Jahre 1957 mit der großen Rentenreform erhielten die Renten die Funktion einer Existenzsicherung im Alter und wurden laufend dynamisiert.
        Die Rentenversicherungsanstalten waren bemüht, ihre Verwaltungsabläufe rational zu gestalten und so Vorreiter der Büroreformen in den 1920er Jahren. Die LVA Westfalen hatte auch bei der Einführung der EDV eine Pionierfunktion inne, als sie im Jahre 1960 die Großrechneranlage Siemens 2002 in Betrieb nahm.
        Durch die Organisationsreform der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahre 2004 wurde die Differenzierung zwischen der Arbeiter- und Angestelltenrentenversicherung aufgehoben. Die bisherigen Landesversicherungsanstalten und auch die LVA Westfalen wurden umbenannt - letztere führt seither die Bezeichnung „Deutsche Rentenversicherung Westfalen.

        Bestandsbeschreibung:
        Der Bestand wurde der sv:dok von der DRV Westfalen als Depositum übergeben. Die sv:dok hat den Bestand in den Jahren 2014 bis 2016 im Rahmen eines Archivprojekts übernommen und das Zentralarchiv für die DRV Westfalen errichtet.
        Der Bestand umfasst Unterlagen der Leistungsabteilung (Quittungskarten und Versicherungsnachweise ab 1893, Sammelbücher und Umtauschlisten für Quittungskarten), Fotos von Arbeitsplätzen bei der LVA Westfalen aus den Jahren 1930 bis 1989 sowie Graue Literatur ab ca. 1950. Weiter enthält der Bestand eine Fotosammlung aus den 1920er Jahren über die von der Landesversicherungsanstalt in Auftrag gegebene Untersuchung zur Wohnungsnot in Westfalen. Diese Fotosammlung wurde vom LWL-Medienzentrum online gestellt. ( )

        Der Bestand kann auf Antrag eingesehen werden.

        Weitere Überlieferungen der Landesversicherungsanstalt Westfalen befinden sich im Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen (Bestand Landesversicherungsanstalt Westfalen, Münster).

        Literatur:
        Andreas Daniel, Die Landesversicherungsanstalt Westfalen 1890-1990, Münster 1990.

        Christian Koopmann, Die Wahrung und Verwertung des historischen Erbes der Deutschen Rentenversicherung Westfalen in der Unternehmenskommunikation, in: Marc von Miquel, Marcus Stumpf (Hg.), Historische Überlieferung der Sozialversicherungsträger - Desiderate der Forschung und archivische Überlieferungsbildung, Münster 2012, S. 156-168.

        Marc von Miquel, Anne Schmidt, 125 Jahre Rentenversicherung in Westfalen. Sicherheit für Generationen, Münster 2015.

        Bearbeitung: Regina Mentner MA, Dr. Gerhilt Dietrich



        Rechtsstatus: Depositum
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